
Den hieraus abgeleiteten Vorwurf einiger Hausdülmener, die Stadt Dülmen führe europäische Verordnungen voreilig aus, weist Stadtbaurat Clemens Leushacke zurück: „Die neue Diskussion um den Sinn der Prüfungen hätten wir uns sparen können. Das Land hält schließlich an der Dichtheitsprüfung fest“, fasst er den aktuellen Stand zusammen.
Neben der Stadt Köln war am Mittwoch nur noch Dülmen als Kommune zu einer Sachverständigenanhörung vor dem Umweltausschuss des Landtages eingeladen. Jochen Gerle und Heinz Roters vom Abwasserwerk konnten daher aus erster Hand berichten.
Es bleibt dabei, dass alle privaten Abwasserkanäle geprüft werden, die Stadt hat für Dülmen wie berichtet eine Prioritätenliste erarbeitet, an der sie auch festhält. Demnach werden die 1050 Kanäle in Hausdülmen bis Ende dieses Jahres geprüft, bis 2023 sollen alle 12.000 Kanäle der Stadt dicht sein.
Neu sind drei Schadensklassen a, b, und c, an denen sich auch die Stadt Dülmen orientieren will. Große Schäden nach „Kategorie a“ müssen in sechs Monaten saniert werden, mittlere Schäden nach Kategorie b sind nach fünf Jahren zu erledigen, und kleinere Undichtigkeiten nach c können bis zur nächsten vorgeschriebenen Prüfung in 20 Jahren warten.








