FAQ

Rohrreinigung

Typische Ursachen sind Fett- und Seifenablagerungen, Haare, Hygieneartikel, Essensreste, Kalk oder altersbedingte Ablagerungen in den Leitungen. Auch Wurzeleinwuchs oder beschädigte Rohre können den Abfluss behindern.

In den meisten Fällen ist die Rohrreinigung innerhalb von 30 bis 60 Minuten erledigt. Bei stärkeren oder tieferliegenden Verstopfungen kann der Einsatz etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Ja, bei alterungsbedingt geschwächten Rohren kann kann eine Rohrreinigung Schäden verursachen. Durch Korrosion, Materialermüdung oder poröse Stellen können Risse entstehen oder vorhandene Undichtigkeiten aufbrechen.

Fette, Speisereste und Hygieneartikel sollten nicht über den Abfluss entsorgt werden. Regelmäßige Wartung und professionelle Reinigung helfen, Ablagerungen frühzeitig zu entfernen.

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Bei der Kamerabefahrung wird eine spezielle Rohrkamera in die Leitung eingeführt, um den inneren Zustand der Rohre sichtbar zu machen. So lassen sich Schäden, Ablagerungen oder Verstopfungen exakt lokalisieren.

Eine Kamerabefahrung empfiehlt sich bei wiederkehrenden Verstopfungen, Rückstauproblemen, unangenehmen Gerüchen oder vor einer geplanten Rohrsanierung. Auch bei älteren Gebäuden oder nach einem Wasserschaden ist sie sinnvoll.

Untersucht werden unter anderem Hausanschlussleitungen, Grundleitungen, Fallrohre sowie Stichkanäle – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

Mit der Kameratechnik lassen sich Risse, Rohrbrüche, Versätze, Wurzeleinwuchs, Korrosion, Ablagerungen und Fremdkörper zuverlässig feststellen.

Ja, auf Wunsch wird eine detaillierte Dokumentation mit Bildern oder Videoaufzeichnungen sowie einer fachlichen Auswertung der Ergebnisse erstellt.

Dichtheitsprüfung

Die Dichtheitsprüfung dient dazu, festzustellen, ob Abwasserleitungen und Schächte dicht sind und kein Abwasser in den Boden oder das Grundwasser austritt. Sie ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz.

Eine Dichtheitsprüfung ist unter anderem bei Neubauten, Sanierungen oder wesentlichen Änderungen an Abwasseranlagen erforderlich. Die Durchführung richtet sich nach den Vorgaben der DIN EN 1610 sowie der DIN 1986-30.

Die Prüfung erfolgt nach den anerkannten Regeln der Technik gemäß DIN EN 1610 (Neubau von Abwasserleitungen) und DIN 1986-30 (Betrieb und Instandhaltung von Entwässerungsanlagen).

Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet Betreiber von Abwasseranlagen dazu, diese so zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten, dass keine schädlichen Veränderungen der Gewässer entstehen. Die §§ 60 und 61 WHG legen dabei die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Zustand der Anlagen fest.

Grundsätzlich ist der Eigentümer der Immobilie für den ordnungsgemäßen Zustand und die Dichtheit der privaten Abwasserleitungen verantwortlich.

Werden Mängel festgestellt, können gezielte Sanierungsmaßnahmen geplant werden. Eine vorherige Kamerabefahrung hilft, Schäden exakt zu lokalisieren und unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Ja, nach Abschluss der Dichtheitsprüfung wird ein normgerechter Prüfbericht erstellt, der als Nachweis gegenüber Behörden oder Auftraggebern dient.

Kurzliner-Sanierung

Die Kurzliner-Sanierung ist ein grabenloses Verfahren zur Reparatur einzelner Schadstellen in Rohrleitungen. Dabei wird nur der beschädigte Bereich von innen abgedichtet, ohne das gesamte Rohr austauschen zu müssen.

Eine Kurzliner-Sanierung eignet sich besonders bei lokalen Schäden wie Rissen, undichten Muffen, leichten Rohrbrüchen oder Wurzeleinwuchs, wenn das übrige Rohr noch in gutem Zustand ist.

Ein mit Harz getränkter Glasfaserliner wird mithilfe eines Packers exakt an der Schadstelle positioniert und dort aufgeblasen. Nach dem Aushärten entsteht eine feste, dichte Verbindung mit dem bestehenden Rohr.

Das Verfahren eignet sich für Hausanschlussleitungen, Grundleitungen, Fallrohre und Stichleitungen in unterschiedlichen Rohrdurchmessern.

Ja, eine vorherige Kamerabefahrung ist wichtig, um Art und Lage des Schadens exakt zu bestimmen und die Eignung für das Kurzliner-Verfahren zu prüfen.anschlussleitungen, Grundleitungen, Fallrohre und Stichleitungen in unterschiedlichen Rohrdurchmessern.

Schlauchliner

Die Schlauchliner-Sanierung ist ein grabenloses Verfahren zur vollständigen Sanierung beschädigter Rohrleitungen. Dabei wird ein flexibler, mit Harz getränkter Schlauch in das bestehende Rohr eingebracht und dort ausgehärtet.

Dieses Verfahren eignet sich bei längeren oder mehrfachen Schäden wie Rissen, Undichtigkeiten, Korrosion oder Wurzeleinwuchs, wenn das Rohr insgesamt noch standsicher ist.

Der Schlauchliner wird in die Leitung eingebracht und exakt positioniert. Anschließend wird er mithilfe von UV-Licht ausgehärtet. Dadurch entsteht ein neues, selbsttragendes Rohr im alten Rohr. entsteht eine feste, dichte Verbindung mit dem bestehenden Rohr.

Die Sanierung ist für Hausanschlussleitungen, Grundleitungen und andere erdverlegte Abwasserleitungen in verschiedenen Durchmessern geeignet.

Ja, eine Kamerabefahrung ist erforderlich, um den Zustand der Leitung zu prüfen, Schäden zu dokumentieren und das Sanierungskonzept festzulegen.

Ja, auf Wunsch wird eine Kameradokumentation vor und nach der Sanierung sowie eine fachliche Auswertung erstellt.

Bei fachgerechter Ausführung erreicht die Schlauchliner-Sanierung eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten.

Sprayliner

Die Sprayliner-Sanierung ist ein grabenloses Verfahren zur Beschichtung von Rohrleitungen von innen. Dabei wird ein spezielles Beschichtungsmaterial gleichmäßig auf die Rohrinnenwand aufgesprüht, um kleinere Schäden abzudichten.

Der Sprayliner eignet sich besonders zur Sanierung von Rohren mit leichten Schäden wie Korrosion, porösen Rohrwänden oder feinen Rissen, wenn keine statischen Schäden vorliegen.

Beim Rapid Coater wird das Beschichtungsmaterial mithilfe eines rotierenden Sprühkopfes gleichmäßig im Rohr verteilt. Nach dem Aushärten entsteht eine glatte, dichte Schutzschicht.

Das Verfahren eignet sich für Fallrohre, Anschlussleitungen, Grundleitungen sowie kleinere Rohrdurchmesser im Innen- und Außenbereich.

Die Beschichtung einzelner Leitungsabschnitte ist meist innerhalb weniger Stunden abgeschlossen.

Ja, vor der Beschichtung müssen die Rohre gründlich gereinigt und getrocknet werden, damit der Sprayliner optimal haftet.

Bei größeren Rissen, Rohrbrüchen oder statischen Schäden ist der Sprayliner nicht geeignet. In solchen Fällen kommen Kurzliner- oder SchlauchlinerVerfahren zum Einsatz.

Saug-Spülfahrzeug

Saug- und Spülarbeiten dienen der Reinigung und Freihaltung von Rohrleitungen, Grundleitungen, Schächten und Kanälen. Dabei werden Ablagerungen mit Hochdruck gelöst und anschließend direkt abgesaugt.

Die Hochdruckspülung entfernt hartnäckige Ablagerungen wie Schlamm, Sand, Fett, Kalk oder Wurzeleinwuchs aus Rohrleitungen und Grundleitungen, ohne die Rohre zu beschädigen.

Mit dem 3-Kubik-Saugfahrzeug können unter anderem Schlamm, Sand, Abwasser, Fett, und andere Flüssigkeiten oder Rückstände fachgerecht aufgenommen werden.

Die Arbeiten eignen sich für Grundleitungen, Hausanschlussleitungen, Schächte, Regenwasserleitungen sowie kleinere Kanalabschnitte.

Durch die kompakte Bauweise ist der Lkw auch in engen Zufahrten, Innenhöfen oder Wohngebieten flexibel einsetzbar und verursacht weniger Aufwand vor Ort.

Hut-Profil

Ein Hutprofil ist ein spezielles Rohrprofil, das in eine bestehende Leitung eingeklebt wird, um einen Abzweig fachgerecht anzuschließen. Es dient dazu, Leitungen dicht und dauerhaft zu verbinden.

Hutprofile kommen zum Einsatz, wenn neue Leitungen an bestehende Rohrsysteme angeschlossen werden müssen oder Abzweige nachträglich eingebunden werden sollen – zum Beispiel bei Sanierungen oder Erweiterungen.

Das Hutprofil wird passgenau in die bestehende Leitung eingesetzt und mit speziellem Harz oder Klebstoff dauerhaft fixiert. Dadurch entsteht eine dichte Verbindung ohne aufwendige Rohrtrennung oder Erdarbeiten.

Hutprofile eignen sich für Hausanschlussleitungen, Grundleitungen, Stichkanäle und Fallrohre aus verschiedenen Materialien.

  • Schnelle und sichere Verbindung von Abzweigen
  • Grabenloses Verfahren ohne größere Eingriffe in Wände oder Boden
  • Dauerhafte Dichtheit und Stabilität
  • Ideal für kleine Reparaturen oder nachträgliche Anbindungen

Ja, meist wird vorher eine Kamerabefahrung durchgeführt, um die Lage der bestehenden Leitung zu prüfen und die Position des Abzweigs exakt zu bestimmen.